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Kia Stinger

 

Nur noch als GT

Kia und Sportwagen – seit der Stinger im Oktober 2017 auf dem Markt ist eine sehr attraktive Alternative. Für das neue Modelljahr haben die Koreaner das viertürige Coupé überarbeitet, das Antriebsangebot aber beschnitten.

Von Wolfgang Schäffer

Letztlich haben die Kunden entschieden. Mit 91 Prozent der Stinger-Verkäufe in Deutschland war die GT-Version die mit Abstand meistgefragten Variante. Demzufolge bietet der Hersteller in Zukunft ausschließlich noch diese Version an. Diesel und kleiner Benziner wird es nicht mehr geben. Der G’T wird von einem 366 PS starken 3,3-Liter-V6-Twin-Turbobenziner angetrieben, der den Stinger in 5,4 Sekunden auf Tempo 100 treibt und in der Spitze 270 Kilometer pro Stunde ermöglicht. Die Kraftübertragung übernimmt ein Acht-Stufen-Automatikgetriebe. Ein mechanisches Sperrdifferenzial ist Garant für Fahrspaß. Ebenso der serienmäßige Allradantrieb, der – wie bei einem Sportwagen nicht anders zu erwarten – heckbetont ausgelegt ist.

Sportlich-agiles Handling

Das Fahrwerk ist so abgestimmt, das sowohl ein sportlich-agiles Handling als auch ein Höchstmaß an Reisekomfort zur Verfügung steht. Die Lenkung reagiert sehr direkt die Mehrlenkerhinterachse beinhaltet einen verstärkten Stabilisator, der das Fahrverhalten optimiert und die Karosserievibrationen reduziert. Dämpfungs- und Handling-Eigenschaften lassen sich aufgrund des adaptiven Fahrwerks elektronisch variieren und so den Straßenverhältnissen und den individuellen Vorlieben anpassen. Mit der Fahrmodus-Taste kann der Fahrer zwischen fünf Modi wählen (Smart, Eco, Comfort, Sport, Sport+), wobei neben den Schaltmustern des Automatikgetriebes auch das Ansprechverhalten des Motors sowie der Grad der Lenkunterstützung entsprechend angepasst werden.

Wir waren auf einem abgesperrten Gelände mit dem Sport-Modus unterwegs, um dem GT auf den Zahn zu fühlen. Dabei zeigte sich die 4,83 Meter lange und 1,87 Meter breite Sportlimousine von ihrer besten Seite. Antritt- und Durchzug beeindruckten ebenso wie Einlenkverhalten und Handling. Der Stinger ist selbst bei wirklich sportlicher Fahrweise kaum aus der Ruhe zu bringen, kündigt da mögliche Ausbrechen des Hecks frühzeitig an, so dass sofort reagiert werden kann.

Umfangreiche Serienausstattung

Optisch fallen vor allem die neugestalteten Rückleuchten auf, die mit einer über die gesamte Breite des Hecks gezogenen Lichtleiste verbunden sind. Hinzu kommen 19-Zoll-Leichtmetallfelgen mit neuem Design. Die Serienausstattung reicht vom Harman/Kardon Premium-Soundsystem mit 15 Lautsprechern über Rundumsichtkamera und Head-up-Display bis zu elektrisch einstellbaren Vordersitzen und Sitzbezügen in Nappaleder (kombiniert mit hochwertiger Ledernachbildung), die wahlweise in Schwarz oder Dunkelrot angeboten werden. Optional erhältlich ist eine neue schwarze Veloursleder-Ausstattung mit roten Nähten an Sitzbezügen und weiteren Interieurelementen sowie mit roten Sicherheitsgurten. Weitere Neuerungen sind die individuell einstellbare Ambientebeleuchtung mit 64 Farben, der nun rahmenlose selbstabblendende Innenrückspiegel sowie zusätzliche Chrom- und Aluminium-Applikationen. Aufgrund der Vollausstattung ist die Sonderausstattungsliste kurz. Sie beinhaltet neben dem Velours-Paket ein elektrisches Glasschiebedach und eine Sportabgasanlage. Zum umfassenden Technologie-Upgrade gehört ein neues Navigationssystem mit großformatigem 10,25-Zoll-Touchscreen und Bluetooth-Mehrfachverbindungen.

Mehr elektronische Helfer

Stark erweitert wurde auch das Assistenzspektrum. Ein aktiver Totwinkelassistent mit Monitoranzeige gibt per Kamera direkten Einblick in die toten Winkel. Ein Autobahnassistent ergänzt den Stauassistenten und kann mithilfe eines ebenfalls neuen intelligenten Geschwindigkeitsassistenten registrierte Tempolimits automatisch miteinbeziehen. Und ein Ausstiegswarner weist die Insassen beim Öffnen der Türen auf herannahende Fahrzeuge hin. Zudem verfügen viele der bisherigen Assistenzsysteme über zusätzliche Funktionen. Die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage arbeitet nun navigationsbasiert, der Frontkollisionswarner hat beim Linksabbiegen an Kreuzungen auch den Gegenverkehr im Blick, der aktive Spurhalteassistent erkennt neben Fahrbahnmarkierungen auch Straßenränder, und der Querverkehrswarner hinten verfügt über eine Notbremsfunktion. Das alles gibt es zu einem Preis ab 57.900 Euro.

 

Veröffentlicht von
Wolfgang Schäffer

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