Kia XCeed 1.6 Nightline Edition

Grundsolide gut

Einfach, praktisch, gut – drei Dinge, die der 2029 erstmals vorgestellte und jetzt noch einmal in Details überarbeitete Kia XCeed auf sich vereint.

Von Wolfgang Schäffer

Der XCeed ist bekanntlich die SUV-Version des Ceed. Mit einer Bodenfreiheit von 184 Millimetern bringt er 44 Millimeter mehr Luft zwischen Karosserie und Straße als der Ceed. Das erleichtert das Ein- und Aussteigen. Die Länge von 4,40 Metern und die Breite von 2,04 Metern (inklusive Außenspiegel) hat zudem Vorteile bei der Parkplatzsuche in der Stadt. Dabei hilft auch der Wendekreis von 10,4 Metern. Der Kia XCeed, in diesem Fall der 1,6 T-GDI DCT in der Nightline Edition mit 110 kW (150 PS), lässt sich überaus handlich in der City bewegen.

Auffällig unauffällig

Die Karosserie des Mittelklasse-SUV ist auffällig unauffällig. Soll heißen, der XCeed ist optisch zwar kein Hingucker, aber zweifelsohne durchaus mit einem gewissen Schick gezeichnet. Ein Auto, mit dem sich Frau oder Mann jederzeit überall sehen lassen kann.

Alltagstauglich ohne Schnickschnack

Alltagstauglichkeit und praktische Erwägungen kommen beim XCeed klar vor Schnickschnack. Das gilt vor allem auch für die Ausstattung des Passagierabteils. Als erstes fallen die vielen klassischen Bedienelemente auf. Natürlich ist ein zentrales Touchdisplay vorhanden. Doch das hat Kia größenmäßig mit 10,25 Zoll nicht überstrapaziert. Die Anzeigen sind gut ablesbar, das Navi funktioniert problemlos und die Anbindung des Mobiltelefons gelingt recht schnell. So soll es sein.

Kia XCeed wird mit Zündschlüssel gestartet

Um zwischen Radio, anderen Medien, Navigation und Kartenstellung zu wählen, gibt es Direktwahltasten. Klimaautomatik und Sitzheizung lassen sich über weitere Tastenleisten steuern. Und fast selbstverständlich ist ein Drehknopf für die Lautstärke vorhanden. Eher ungewöhnlich hingegen ist der herkömmliche Zündschlüssel, der im Schloss gedreht werden muss, um den Motor zu starten oder abzustellen. Ein deutliches Zeichen dafür, dass im Kia XCeed das analoge Zeitalter noch in der Breite vertreten ist. So auch in der Instrumentenanzeige. Die aber ist alles andere als unübersichtlich.

Lenkrad liegt gut in der Hand

Das Lenkrad ist griffig und mit einigen Schaltern bestückt. Damit lassen sich unter anderem Tempomat, Spurhalteassistent und Radiolautstärke einstellen sowie die Spracherkennung bedienen. Lenkstockhebel für Licht, Blinker und Scheibenwischer sind auf beiden Seiten gut erreichbar angesiedelt.

Wertige Materialien im Kia XCeed

Die eingesetzten Materialien wirken generell wertig. Die Sitze sind bequem, geben sowohl an den Lehnen als auch auf der Sitzfläche seitlichen Halt. Die Höhenverstellung auf dem Platz am Steuer erfolgt mit einem Pumphebel, die Neigung der Lehne stufenlos mit einem Drehrad. Ja, elektrisch geht das alles komfortabler. Anstrengend oder gar mühselig ist es manuell allerdings keinesfalls.

Ordentliches Platzangebot

Wer die Fahrt im Kia XCeed auf der Rückbank antritt, muss sich über ein fehlendes Platzangebot keine Gedanken machen. Die Beinfreiheit ist für ein Auto dieser Größenordnung ebenso in Ordnung wie der Abstand zum Dachhimmel. Das Gepäck kann in einem Kofferraum mit einem Volumen von 426 Litern verstaut werden. Sind nur zwei Personen an Bord, lässt sich das Ladeabteil auf bis zu 1.378 Liter vergrößern, wenn die asymmetrisch geteilten hinteren Lehnen vorgeklappt sind. Die Ladekante ist aufgrund der erhöhten Bodenfreiheit im Vergleich zum Ceed zwar etwas nach oben gerutscht. Koffer oder Großeinkauf lassen sich aber dennoch leicht und locker verstauen.

Starker Turbobenziner

Einerlei ob nun vollbesetzt und entsprechend beladen oder lediglich mit einer Person am Steuer – der 1,6-Liter-Turbobenziner mit seinen 150 PS demonstriert Stärke. Antritt und Durchzug lassen für ein Auto dieser Kategorie keine Kritik aufkommen. In etwas mehr als neun Sekunden gelingt nach dem Datenblatt der Spurt aus dem Stand auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit wird mit 203 Kilometern pro Stunde angegeben.

Fahrwerk eher komfortabel abgestimmt

Es geht bei Bedarf jederzeit flott voran. Selbst zügige Kurvenfahrten gestalten sich trotz der eher komfortablen Abstimmung des Fahrwerks problemlos. Dazu tragen die 18 Zoll großen Räder ebenso bei wie die ziemlich exakt reagierende Lenkung. Unterm Strich steht jedoch die sportliche Note nicht wirklich im Vordergrund. Kia geht es in erster Linie darum, die Passagiere möglichst bequem von A nach B zu bringen. Das gelingt auch aufgrund des serienmäßigen siebenstufigen Doppelkupplungsgetriebes. Die Wechsel der Gänge sind nur dann zu spüren, wenn das Gaspedal vehement bearbeitet wird, um beispielsweise einen Überholvorgang schnell abzuschließen. Ansonsten aber arbeitet das Getriebe sehr geschmeidig.

7,8 Liter Durchschnittsverbrauch

Der WLTP-Verbrauch von 6,8 Litern ist – wie fast immer – in normalen Fahrbetrieb nicht zu erreichen. Doch bei einem Mix aus Stadtverkehr und einer relativ gelassenen Fahrt über Landstraßen sind die ermittelten 7,4 Liter durchaus in Ordnung. Die ganz eilige Reise auf der Autobahn indessen kostet mehr Benzin. Dann benötigt der Turbo locker einen Liter mehr für die Distanz von 100 Kilometern. Bis zur Richtgeschwindigkeit von Tempo 130 allerdings hält sich der Motor beim Durst zurück. Alles in allem haben wir 7,8 Liter im Durchschnitt erfahren.

Umfangreiche Ausstattung der XCeed Nightline Edition

Eher freigiebig zeigt sich Kia dagegen bei der Ausstattung der Nightline Edition, die mit dieser Motorisierung zum Preis ab 33.290 Euro zu haben ist. Unter anderem sind die LED-Scheinwerfer und -Rückleuchten, die elektrisch bedienbaren Fensterheber und Außenspiegel, Navigationssystem, digitaler Radioempfang, Fernlichtassistent, Rückfahrkamera, Sprachsteuerung, Apple Car Play und AndroidAuto außer einer Vielzahl von Assistenzsystemen schon in der Basisversion verbaut. Bei der Nightline Edition lassen sich beispielsweise die Außenspiegel außerdem elektrisch anklappen, haben die beiden vorderen Sitze elektrisch einstellbare Lendenwirbelstützen, gibt es eine Klimaautomatik, einen Regensensor sowie Sitzbezüge in Stoff-Leder-Kombination.

Praktisch, gut und komfortabel

Damit wartet der Kia XCeed außer den Prädikaten grundsolide, praktisch und gut noch mit einer einer zusätzlichen Portion Komfort auf.

 

 

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